Ausstellungseröffnung

Samstag, 04.11.2017

Ort: Bürgermeister-Stroof-Haus, Adelheidisstraße 3, 53225 Bonn (Vilich)

Eisschollen zerstören die Fachwerkhäuser

Ausstellung über das Jahrtausend-Hochwasser von 1784.
Anbringung von Hochwasser-Marken.

Der Denkmal- und Geschichtsverein Bonn-Rrh. präsentiert am kommenden Samstag, dem 4. November 2017, um 11.00 Uhr, in seinem Bürgermeister-Stroof-Haus in Vilich eine Ausstellung zu dem Jahrtausend-Ereignis von 1784.

Der Rhein war wochenlang zugefroren, so dass er von Mensch und Gefährt überquert werden konnte. Zusammen mit dem Tauwetter kam dann ein gewaltiges Hochwasser, das die gesamte Rheinaue bis in die Höhe des heutigen Beueler Bahnhofes und bis zum Heiligenhäuschen an der Vilicher Adelheidisstraße und auf der Bonner Seite bis zur Hälfte der Ersten Fährgasse bedeckte. Zugleich führte es die losgebrochenen schweren Eisschollen mit sich, die mit ihrer vollen Wucht praktisch alle Dörfer von Beuel bis Gensem vernichteten. Eine Katastrophe außergewöhnlichen Ausmaßes, die sich tief in das kollektive Gedächtnis der Bevölkerung eingeprägt hat. Dieses Ereignis wird in der Ausstellung dokumentiert.

Die Ausstellung präsentiert auch zeitgenössische Bilder, die bisher unbekannt waren. Sensationell dabei ist eine Zeichnung des Bonner Hofmalers Rousseau, die im Zuge der Ausstellungsvorbereitung überhaupt erst entdeckt worden ist. Sie zeigt das Treiben der Bevölkerung auf dem zugefrorenenen Rhein. Solche Bilder galten bisher als nicht existent.

Gleichzeitig wird der Denkmalverein an besonders prägnanten Stellen im gesamten Stadtbezirk Beuel Erinnerungsmarken an den seinerzeitigen Hochwasserstand anbringen, Bronzeplaketten, die der Künstler Friedemann Sander gegossen hat. Zusammen mit der Ausstellungseröffnung werden die ersten Marken am Bürgermeister-Stroof-Haus angebracht, das - bisher unbekannt - gleichfalls von dem Jahrtausend-Hochwasser überschwemmt gewesen war.


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