StroofKOLLEG

Dienstag, 30.04.19

Ort: Bürgermeister-Stroof-Haus, Adelheidisstraße 3, 53225 Bonn (Vilich)

"Flöße auf dem Rhein. Die Flößerei von der Römerzeit bis zu ihrem Ende um 1950"
Vortrag Elmar Scheuren M.A., Museumsleiter i.R., Königswinter

Die mittlerweile in Vergessenheit geratene Transportform der Flößerei erweist sich bei genauerem Hinsehen als faszinierende Technik mit höchst eigenen sozialen und wirtschaftlichen Begleiterscheinungen. Dies gilt ganz besonders für den Rhein, wo einem enormen Holzbedarf am Unterlauf (Niederlande) scheinbar unerschöpfliche Waldreserven am Oberlauf gegenüberstanden - dazwischen ein Strom, der den Flößen in ihren Abmessungen keine Grenzen zu setzen schien. Die Superlative häufen sich bei der Beschreibung der Holzflöße des 18. Jahrhunderts: Bei einer Länge von über 200 Meter und einer Breite von bis zu 60 Meter konnten sie 70 bis 80 Hektar Wald beinhalten! Zu ihrer Steuerung wurden 500 Mann Besatzung benötigt, die mehrere Wochen lang auf der "schwimmenden Insel" lebten und versorgt werden mussten ...

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der Rheinflößerei von römischer Zeit bis in die 1950er Jahre, als die letzten Flöße den Rhein befuhren. Anhand historischer Ansichten und Fotos aus neuerer Zeit lässt sich die einzigartige Transportform eindrucksvoll belegen.

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