Ausklang der Hochwasser-Aktionen des Denkmalvereins

Freitag, 23.02.18–26.02.18

Öffentliche Veranstaltungen am 23. Februar in Vilich und am 25. Februar in Beuel

Am 25. Februar 1784 wurde unsere flussnahe Region von einem Hochwasser heimgesucht, wie es das unserem kollektiven Gedächnis zufolge in einem ganzen Jahrtausend nur dieses einzige Mal gegeben haben soll. Nicht nur, dass die gesamte Region bis in Höhe der heutigen Königswinterer Straße unter Wasser stand - von den losgebrochenen tonnenschweren Eisklumpen wurden auch unsere Fachwerkdörfer von Dollendorf bis zum Gensem total zerstört. Noch Jahrzehnte später hatten unsere Vorfahren an den Folgen zu tragen.

An diese Katastrophe erinnert derzeit eine Bilder-Ausstellung des Denkmal- und Geschichtsvereins Bonn-Rechtsrheinisch im Bürgermeister-Stroof-Haus in Vilich, die freitags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet ist. Am Freitag, dem 23. Februar 2018, ist diese stark frequentierte Ausstellung letztmalig zu besichtigen. Um 17:00 Uhr wird sie an diesem Tage mit einem Umtrunk, zu dem jedermann eingeladen ist, offiziell geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Aber auch danach soll die Erinnerung an die verheerende Eiskatastrophe sichtbar bleiben. Daher bringt der Verein an einer ganzen Reihe Beueler Bauwerke Hochwassermarken an, so auch an der St. Josefs-Kirche und am Heimatmuseum. Beide Plätze sind topographisch die höchstgelegenen von Beuel, und dennoch haben sie seinerzeit bis zu einer Höhe von nahezu vier Metern unter Wasser gestanden.

Diese Markierung mit Bronze-Plaketten an diesen beiden Orten wird im Rahmen einer besonderen Veranstaltung am Sonntag, dem 25. Februar 2018 erfolgen. Sie beginnt mit einem kleinen Festakt des Denkmalvereins um 14:45 Uhr an der St. Josef-Kirche, Hermannstraße.

Anschließend, etwa um 15:30 Uhr, bietet sich im Heimatmuseum, Wagnergasse 2, die nochmalige Gelegenheit, den Vortrag von Manfed Spata zu hören, den er schon beim Denkmalverein gehalten hatte. Darin wird er auch die Naturkatastrophe von 1784 erläutern, die ihrerseits europaweite Ausstrahlung hatte; so waren auch zum Beispiel Paris und die Seine sowie London und die Themse von der Katastrophe betroffen gewesen. Spata ist auch der Autor der vom Denkmalverein jüngst edierten Publikation "Das Jahrtausend-Hochwasser von 1784 in Bonn und Beuel". Das Buch kann auch bei dieser Veranstaltung erworben werden.

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