Aimé Henry, Zeichnung: Ennert-Hardt in der Mitte des 19. Jahrhunderts

So etwa sah die Ennert-Hardt in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus, von Baum oder Strauchwerk keine Spur (Zeichnung A. Henry, ca. 1853). Das gesamte Gelände zwischen Holzlar und Holtorf war von umweltverpestenden Fabrikationsanlagen bestimmt, die die auf der Hochfläche zwischen Hoholz, Vinxel und Holtorf unter Tage gewonnene Braunkohle zu Alaun verarbeiteten. Sie waren der größte Arbeitgeber der nahen Region und im Staate Preußen der größte Alaunhersteller überhaupt. Nach 1875 wurde die Fabrikation, die 1806 begonnen hatte, eingestellt. Die Natur überwucherte das Gelände, und die Erinnerung an diese frühe rheinische Industriegeschichte verblasste. Die aber hat der Denkmalverein wieder aufgefrischt; in Spurensuchen vor Ort,  Archivrecherchen sowie Vorträgen und Exkursionen hat er sich die Geschichte neu erschlossen.

Der Bonner Filmemacher Georg Divossen hat die Geschichte um die Erforschung und Sichtbarmachung dieses frühen Zeugnisses der Beueler Industrie in einem Video dokumentiert. Auch ein ausführlicher Film von ihm ist dazu erschienen, erhältlich im Buchhandel sowie im Bürgermeister-Stroof-Haus.