Portrait Leonard Stroof
Portrait Leonard Stroof

Aus dem Mittelalter (vor 1500) datieren Reste eines Bruchstein-Bauwerks, so zwei über Eck stehende Außenwände des heutigen Erdgeschosses an der Südseite, die einen verschütteten Brunnenschacht umschließen. Zudem existiert ein noch nicht erschlossener Kellerraum; durch ein kleines Loch in der Wand lässt sich hineinschauen, es sind aber nur Trümmer zu sehen, möglicherweise sind es wie beim Brunnen Relikte des Hochwassers ein paar Jahre vor 1800.

Das Haupthaus dürfte in seinem Kern den Anfangsjahren des 18. Jahrhunderts entstammen.

In einer dritten Bauphase hat um 1800 Leonard Stroof die beiden Gebäude miteinander verbunden, aufgestockt und repräsentativ gestaltet.

Die dicken mittelalterlichen Mauern des rechten Raumes im Erdgeschoss lassen einen Wohnturm vermuten.

Stuckdecke im Kleinen Salon
Stuckdecke im Kleinen Salon

Die Gesamtarchitektur der Stroofschen Bauphase ist bis heute authentisch erhalten. Dazu gehört die ehemalige Steinküche mit ihrem originalen Plattenboden aus Trachyt und ihrer rustikal gemauerten Herdwand mit Feuerstätte und Rauchfang.

Eine absolute Rarität für ein rheinisches Fachwerkhaus stellt die umfassende Ausmalung in fast allen Räumen dar, die erst an wenigen Stellen freigelegt ist. Ein besonderes Schmuckstück ist die Kölner Decke im Kleinen Salon des Obergeschosses.

Die Wirtschaftsgebäude der ehemals vierflügeligen landwirtschaftlichen Hofanlage wurden in den 1960er Jahren abgetragen.

Weiterführende Informationen als pdf-Datei zum Download:

  • Das Wesentliche zum Bürgermeister-Stroof-Haus
  • Das Faltblatt zum Bürgermeister-Stroof-Haus (2010)
  • Holz: Fachwerk und Mobiliar des Bürgermeister-Stroof-Hauses
    (Tag des Denkmals 2012)